| Ein
Leitfaden für die Auswahl
eines geeigneten Tagungshotels
Dass Weiterbildung eine existenziell wichtige Investition
für jedes Unternehmen ist, muss nicht kommentiert
werden. Allerdings ebenso klar ist, dass jede Weiterbildungsveranstaltung
enorme Kosten verursacht. Der Markt hat darauf reagiert;
viele Maßnahmen wurden zeitlich reduziert –
so sind drei- und viertägige Trainings eher die
Ausnahme. Die Tagungshotels werden kritischer unter
die Lupe genommen. Ein Tagungshotel ist noch lange kein
Tagungshotel nur weil im Souterrain ein Seminarraum
hergerichtet wurde.
Bildungsverantwortliche und Seminarleiter wissen zu
gut, dass ein lernzielförderndes Umfeld einschließlich
exzellentem Service eine Weiterbildungsveranstaltung
nicht nur befördern sondern oft ausschlaggebend
für die Erreichung des Lernziels sind.
Die Branche hat dies begriffen und viele Aktivitäten
weisen darauf hin, dass ein gesunder Wettbewerb in der
Tagungshotellerie begonnen hat.
DeGefest-geprüfte Tagungsstätten, ausgewählte
Wohlfühlhotels, die Besten Tagungshotels usw. kämpfen
um die Gunst der Trainer.
Wem soll man glauben und wie verlässlich sind die
werblichen Superlative? Gibt es plötzlich nur noch
Wohlfühl-Hotels? Und kann man glauben, dass alle
Tagungshotels erstklassige Lernräume mit den modernsten
Medien vorhalten und außerdem einen Super Service
leisten? Wohl kaum. Da aber Flops bei der Auswahl des
geeigneten Tagungshotels vermieden werden müssen,
bieten wir Ihnen einen Leitfaden an, an Hand dessen
Sie mit großer Sicherheit ein Ihrer Weiterbildungsmaßnahme
entsprechendes Tagungshotel finden.
Zunächst stellen wir Ihnen verschiedene Veranstaltungstypen
vor, die bis auf Ausnahmen das Spektrum der Weiterbildungsmaßnahme
abdeckt.
Wenn Sie eine Kategorie anklicken, führen wir Sie
durch die entscheidenden Kriterien und geben Ihnen wichtige
Hinweise für die Auswahl eines geeigneten Tagungshotels.
Allgemeine Auswahl- und Bewertungskriterien
für alle Veranstaltungstypen
Servicequalität
Alle Tagungshotels behaupten von sich, einen guten
Service zu leisten. Weiterbildungsverantwortliche und
„Seminarleiter“ stellen aber oft (zu oft)
fest, dass dieser Behauptung die Substanz fehlt. Da
aber neben den materiellen Lernbedingungen der Service
und die fachliche Kompetenz des Personals entscheidend
dafür sind, ob sich die Teilnehmer wohlfühlen
und der „Seminarleiter“ sein gestecktes
Lernziel erreicht, sollten Sie nach speziellen Service-
und Kompetenz-Leistungen fragen.
- Ist ihr Personal auf die Bedürfnisse der „Seminarleiter“
geschult?
- Welche Art von Service bieten sie vor, während
und nach einer Tagung?
- Welche Serviceleistungen kann der „Seminarleiter“
ganz speziell erwarten?
Fachkompetenz
Die Fachkompetenz des Personals bietet dem „Seminarleiter“
Nutzen und Sicherheit. Es treten weniger Missverständnisse
auf, Stress und unnötige Konflikte werden vermieden.
Daher ist es wichtig, dass Sie die Kompetenz und Professionalität
überprüfen.
Stellen Sie Fragen z. B. über
- Lernmedien und Technik
- Zustand und Präsenz des Medien-Pools
- Lernspiele und Lernrequisiten
- Outdoor-Anlage und –Equipment
- Preis- und Leistungspakete
Reklamationskultur
Viele Tagungshotels arbeiten unter „Schönwetter“-Bedingungen
angenehm und reibungslos. Bei Kritik oder Reklamationen
reagieren sie planlos, aggressiv und entscheidungsunfähig.
Fragen Sie nach der Reklamationskultur des Hauses.
- Wer ist in ihrem Unternehmen für eine Reklamation
zuständig?
- Empfinden sie Reklamationen als überflüssig
und ärgerlich? Welche Chancen sehen sie in einer
Reklamation?
- Hat sich ihr Unternehmen mit dem Thema Reklamation
intensiv befasst? Haben Sie dazu ein Seminar besucht?
Anforderungen an ein gutes Tagungshotel
- Ruhige Lage (Schlafen und Arbeiten bei offenem
Fenster)
- Wellness- und Freizeit-Einrichtungen (im Haus oder
in unmittelbarer Nähe)
- Möglichkeiten für „lernzielfördernde
Aktivitäten“
- Seminar-Assistenz (kompetent und verfügbar)
- Überdurchschnittliche Service-Leistungen
- Zimmer mit hoher Kurzzeit-Wohnqualität
- seminargerechte Küche (ausgewogen, frisch,
leicht, geschmackvoll)
Qualität der Tagungsräume
A Architektur
- Größenentsprechend der Lehr- und Lernmethode
- Zuschnitt- und harmonikale Ausgewogenheit
- Tageslichtqualität
- Kunstlichtqualität
B Arbeitsqualität
- Ruhe bei geöffneten Fenstern
- Funktionalität der Medientechnik
- Qualität der Sicht nach außen
- Zugang ins Freie *
- Ergonomisches Mobiliar
- Ungestörte Gruppenarbeitsmöglichkeiten
mit Tageslicht
C Innenarchitektonische Ausstattungsqualität
- Lernfördernde Farbgestaltung
- Hohe Ausbau- und Ausstattungsqualität
D Medien-Präsenz
- Visuelle Medien
- Audiovisuelle Medien
- Mediensteuerung
- Zeitgemäße Anschlusstechnik
E Pausenbereich
- Großzügige Pausenbereiche
- Möglichkeit der Separierung pro Lerngruppe
- Ansprechende architektonische Gestaltung des Pausenbereichs
mit Kunst- und Tageslicht *
- Pausenbereich mit Zugang ins Freie
diese Kriterien sind wünschenswert
Versammlungs-Formen
Besprechungen
(Meetings)
Arbeitskreis, Ausschuß, Sitzung, Colloquium, Unterredung,
Verhandlung, Konferenz
(kleine Veranstaltungen bis 25 Teilnehmer)
Konferenz
/ Konvent
(große Veranstaltungen z.B. 25 – 150 Teilnehmer)
Seminar
(Lehrspräch), Schulung, Kursus, Training
(Teilnehmerzahl 8 bis 25)
Interaktive
Tagungen
(Moderation, Workshop)
Verhaltensorientierte
Seminare
Outdoor-Training
Vortragsveranstaltungen
(Versammlung, Jahrestagung, Symposium, Hearing, Produktpräsentation)
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