| Der
Vortragende (Redner, Dozent, Referent) steht seinen
Zuhörern gegenüber und hält einen Vortrag.
Die Zuhörer, meist in größerer Anzahl,
sitzen in Stuhlreihen – mit oder ohne Tischen.
Die Absicht es Vortragenden ist nicht, dialogisch zu
kommunizieren - es ist vielmehr Einweg-Kommunikation
(Monolog).
Der Redner vermittelt Wissen informiert oder unterhält
seine Zuhörer. Zwischenrufe oder Wortmeldungen
unterbrechen den Vortrag. Am Ende der Rede werden Fragen
beantwortet oder es kommt eine Diskussion in Gang.
Der Vortragende nutzt seine Stimme, lässt diese
bei größeren Veranstaltungen verstärken
und unterstützt – je nach Bedarf –
seinen Vortrag mit visuellen oder audiovisuellen Medien.
Vortragsveranstaltungen werden in der Regel von mehreren
Rednern bestritten. Nach jedem Vortrag ist eine Pause
notwendig, da die Konzentration der Zuhörer begrenzt
ist. In den Pausen wird das Gehörte reflektiert
und verarbeitet.
Bei internationaler Beteiligung (Redner oder Plenum)
wird der Vortrag durch Dolmetscher übersetzt –
hierzu ist eine oder auch mehrere Simultan-Dolmetscherkabinen
notwendig.
Vorträge werden zu verschiedenen Anlässen
gehalten. Sie finden statt bei:
- Kongressen
- Vorlesungen
- Lehrveranstaltungen
- Informationsveranstaltungen
- Jahrestagungen
- Hearings
- Symposien
- Plenarsitzungen
Die Podiumsdiskussion ist eine Erweiterung der Vortragskommunikation.
Zum Abschluss einer Veranstaltung treffen sich die Redner
oder eine Auswahl von Experten an einem Tisch. Sie sind
dem Plenum zugewandt und diskutieren unter Leitung eines
Moderators.
Eine Podiumsdiskussion kann auch eine eigenständige
Veranstaltung sein, wird aber oft zu bestimmten Anlässen
geplant (Messen und o. g.).
Vortragsveranstaltungen sind vielfältig und von
den unterschiedlichsten Faktoren und Anforderungen geprägt.
Aus diesem Grund ist eine sorgfältige Projektplanung
unumgänglich.
Bei der Auswahl eines geeigneten Tagungshotels ergeben
sich folgend Anforderungen:
Allgemeine Anforderungen
- Verkehrsanbindung – vor allem wichtig bei
nationalen und internationalen Veranstaltungen
- Zimmerkapazität
- Luxusanspruch *** **** *****
- Freizeit- / Wellness-Einrichtungen
- Qualität der Küche
- Rahmenprogramm-Auswahl – besonders wichtig,
wenn die passiven Partner unterhalten werden müssen
- Größe des Vortragsraums
- Stuhlreihen-Möblierung
- Platzbedarf pro Teilnehmer: 1,2 – 1,5 qm
- Stuhlreihen mit Tischen
- Platzbedarf pro Teilnehmer: 2,5 – 3,0 qm
- Pausenfoyer
Pausengestaltung
Legen Sie besonderen Wert darauf wie und in welcher
Qualität die Tagungs-Pausen durchgeführt werden.
Bleiben wir bei dem Beispiel 60 Konferenzteilnehmer.
In diesem Fall wird eine Pausenzone von minimal 135
qm benötigt.
Regel: Arbeitsraumfläche : 2
Bedenken Sie auch, dass in er Regel andere Gruppen ebenfalls
in die
Pausenzone strömen. Oft ist die Pause nicht zum
Erholen geeignet
sondern bewirkt das Gegenteil.
Spezielle Anforderungen
- Qualität des Veranstaltungsraums
- Raumhöhe nicht unter 300 cm
- Ansprechende Innenarchitektur
- Kommunikationsfördernde Farbgestaltung
- Funktionales und ästhetisches Beleuchtungssystem
- Tageslicht
- ohne Blendung für das Plenum
- Qualität der Sicht nach draußen
- Keine Säulen im Raum
- Tagesergänzungslicht (Kunstlicht)
- Mindestens 300 Lux (kaltes Leuchtstoffröhrenlicht
erzeugt keine gute Atmosphäre)
- Ergonomische Stühle
Medien und Raumtechnik
- Projektionsfläche
- Beispiel: Raumtiefe 10 m - 200 cm
- 15 m - 250 cm prüfen !
- 18 m - 300 cm
- Unterflurverkabelung
- Videoverkabelung
- Audioverkabelung
- Internet-Anschluss
- Medien- und Lichtsteuerung (ideal, wenn dies der
Vortragende selbst steuern kann – problemlos)
- Verdunklungs- / Beschattungs-Anlage
- Drahtlose Mikrofonanlage in guter Qualität
inkl. Lautsprechern
- Technik-Kabine für Simultanübertragung
- Ton-Regieraum
- Projektions- und Licht-Regieraum
Medien-Pool
Visuelle Medien
- Flip Chart
- Präsentationswände
- Overheadprojektor, mind. 400 Watt oder Metalldampflampen-Gerät
- Videoprojektor (datenfähig)
- Mobile Bildwand,250 – 300 cm breit
- Diaprojektor – Kleinbild / Mittelformat (Stab-
oder Carousell-Magazin)
Audivisuelle Medien
- Videorecorder
- Videoprojektor
Audiogeräte
- Drahtlose Mikrofonanlage
- Diskussionsanlage
- Tonaufzeichnung
Wichtige Hinweise
- Stellen Sie die Anzahl der Teilnehmer genau fest
- Klären Sie die Anzahl der Redner und die Redezeit-Länge
- Einschließlich der Medien, die der jeweilige
Referent einsetzen will
- Erarbeiten Sie danach einen Ablaufplan
|